Jochen Hick - My wonderful West Berlin

My Wonderful West Berlin

Mein wunderbares West-Berlin

A documentary by Jochen Hick
Editor Thomas Keller
Adviser Andreas Strohfeldt
Historic Advisor Karl-Heinz Steinle

Distribution in Germany   Edition Salzgeber

Facebook   English   German

Berlinale screenings

International
CineStar 7
Colosseum 1
CineStar 7

Produced by
GALERIA ALASKA PRODUCTIONS

Co-produced by
Rundfunk Berlin-Brandenburg

Supported by
Medienboard Berlin-Brandenburg,
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
MFG Filmförderung Baden-Württemberg und
Deutscher Filmförderfonds

Movie trailer

– First trailer will be completed end of February! –

Synopsis

Today's hip image of Berlin is based on the city’s vibrant and subversive subcultures, which originally emerged within the grey walls surrounding West Berlin. The queer scene played a major role in creating that subculture, with its sexual diversity and its wild and unconstrained party culture, ranging from notorious clubs to CSD. Many of the scene’s actors, such as the Gay Museum, the Teddy Award, AIDS help organizations, and the queer magazine Siegessäule originated before 1989.

Yet gays in West Berlin suffered greatly under an incongruous provision in German law – the infamous Paragraph 175 – that made homosexual acts between men a crime up until its reform in 1969. Raids and arrests in bars were common, yet ultimately failed in suppressing gay life in West Berlin. Instead, the city turned into a gay capital. The late seventies in particular were a period of great sexual and political freedoms and more intense social intermingling between the gay-, hetero-, and transsexual worlds. Then AIDS struck, wrecking greater havoc in Berlin than in any other German city.

After OUT IN EAST BERLIN (2013)*, MY WONDERFUL WEST BERLIN describes gay life in the western half of the city in the dynamic period between the end of WWII and the fall of the Berlin Wall, all the while referencing current social issues. The stories and experiences of political activists, party-goers, hedonists, club owners, musicians, fashion designers, a DJ, and a make-up artist paint a vivid picture of the gay scene in that period. The use of never before seen archival film footage completes the picture by allowing viewers to travel through time to a hitherto unknown WestBerlin.

MY WONDERFUL WEST BERLIN explores the historic roots of the fascinating city, that is a dream destination and a place of refuge for gay men form across the world to this day. The film is the second part of filmmaker Jochen Hick’s Berlin trilogy, the final part of which will focus on the period after the fall of the Wall, up until today.


* co-dir. A. Strohfeldt

In the media


Schwulsein in West-Berlin

– Will be soon available in English language! –

Vorgeschichte

Nach dem Ende der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs lag Deutschland in Ruinen. Zertrümmert war auch die Gesellschaft, verschüttet das historische Gedächtnis an die liberalen Errungenschaften der Weimarer Republik, vergessen die Bemühungen des Wissenschaftlich-Humanitären Komitees Magnus Hirschfelds und anderer Organisationen zur Abschaffung des berüchtigten § 175. Schon kurz nach Hitlers Machtergreifung 1933 hatten die Nazis die meisten schwulen Lokale geschlossen und 1935 das Strafrecht verschärft. Wurden bis dahin allein beischlafähnliche Handlungen mit Gefängnis bestraft, hatte nun schon die Erregung der Sinneslust eines der beiden Männer oder eines Dritten als Straftatbestand gegolten. Neu eingeführt hatten die Nazis zudem § 175a, der bei schwerer Unzucht (z.B. Verführung von Minderjährungen – unter 21 – und Prostitution) Zuchthaus bis zu 10 Jahren vorsah. Der Rosa Winkel für Homosexuelle in den Konzentrationslagern war zum Symbol für Stigmatisierung und unvorstellbares Leid, für staatlich organisierten Mord und Terror gegen Schwule und Lesben geworden.

Klaus Schumann

Liebe im Geheimen: die 50er & 60er Jahre im Zeichen des § 175

Der bundesdeutsche Gesetzgeber übernahm § 175 in der Fassung von 1935.* Begründet wurde dies damit, dass die Verschärfung durch die Nazis angeblich nicht auf nationalsozialistischer Auffassung beruht habe. In einer Bundestagdrucksache von 1962 heißt es: Wo die gleichgeschlechtliche Unzucht um sich gegriffen und großen Umfang angenommen hat, war die Entartung des Volkes und der Verfall seiner sittlichen Kräfte die Folge. In dieser Rechtslage gehörten Razzien, Denunziationen und Zustellungen** zum Alltag vieler Homosexueller in der BRD. Mehr als 50.000 Männer wurden bis in die 60er Jahre hinein nach § 175 zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Mühen Einzelner mittels Aufklärung und Petitionen an den Bundestag, den Paragraphen zu kippen, scheiterten.

Die schwulen West-Berliner, die in den 50er und 60er Jahren ihre Jugend erlebten, wussten, dass in der Gesellschaft nicht nur Verachtung und soziale Ächtung über ihre sexuelle Orientierung herrschten, sondern ihnen auch die Verfolgung als Kriminelle drohte. Doch: Darüber sprach man nicht, wie Klaus Schumann berichtet, der seine Kindheit und Jugend im Schöneberger Roten Dreieck verbrachte. Hinter vorgehaltener Hand nannte man Klaus in der Gartenkolonie einen Pupenjungen. Was das war, wusste er nicht, aber als er es seinen Eltern erzählte, rasteten die völlig aus.

Derweil begann hinter Klingelschildern und Gucklöchern in fest verschlossenen Türen eine schwule Subkultur zu florieren. Berlin war neben Hannover die einzige Stadt in der Bundesrepublik, in der es Männern nicht verboten war miteinander zu tanzen. Dutzende schwuler Kneipen begründeten Berlins Ruf als freizügigster Metropole in der Bundesrepublik, unter ihnen das Kleist Casino, kurz KC, in dem René Koch als Barmann arbeitete: Fein, chic, nobel und prominent, mit Kronleuchtern – Tuntenbarock, beschreibt er die extravagante Ausstattung des Orts. Eines der berühmtesten Lokale war das Eldorado, in dem Travestie-Künstler wie Marcel André auftraten. Dazu kamen ca. 50 Klappen (öffentliche Toiletten) und Parkanlagen als Orte sexueller Begegnungen. Diese gewisse Freiheit zog junge Schwule aus dem ganzen Land nach West-Berlin – Studenten, Wehrdienstverweigerer und Glückssucher aller Couleur.

Zeit des Aufbegehrens: die Lesben- und Schwulenbewegung der 70er Jahre

Ende der 60er Jahre: Während die USA in Vietnam Krieg führten, erstarkten in der westlichen Welt die linke Studentenbewegung und die Sehnsucht nach sexueller Befreiung. In der New Yorker Christopher Street widersetzten sich Schwule, Lesben und Transsexuelle 1969 zum ersten Mal offen den Polizeischikanen. Im gleichen Jahr wird in der Bundesrepublik § 175 durch die Erste Große Strafrechtsreform von 1969 entschärft. Vier Jahre später senkte eine weitere Gesetzesnovelle das Schutzalter von 21 auf 18 Jahre. Der Spiegel titelte daraufhin: Homosexuelle: Befreit – aber geächtet.

Zwei Jahre zuvor, während der Berliner Filmfestspiele 1971, spaltete Rosa von Praunheims Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (Co-Autor: Martin Dannecker) die schwule Welt. Die einen lehnten ihn vehement als diffamierend ab, andere begrüßten ihn euphorisch. Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen! lautete die filmische Botschaft. Im Zuge der Aufführengen gründeten sich in vielen deutschen Städten schwule Aktionsgruppen. In Berlin machte die Homosexuelle Aktion Westberlin (HAW) den Anfang. Man wollte die schwule Revolution – also an der Seite der Arbeiterklasse den Kapitalismus überwinden und die Schwulen befreien –, erklärt Wolfgang Theis, der von Beginn an mit dabei war. Die HAW beteiligte sich an linken Demonstrationen, sammelte Unterschiften gegen § 175 und machte mobil gegen Berufsverbote für schwule Lehrer. Für viele wurde die HAW zur Familie. Einige gingen einen Schritt weiter und probten das Zusammenleben in schwulen Kommunen. Die wichtigsten Aktionen der hochpolitisierten Gruppe filmte der offen schwule Lehrer Wilfried Laule mit seiner Super-8-Kamera.

Die meisten HAWler waren Studenten und ihre politischen Auffassungen so bunt wie das linke Spektrum jenes Jahrzehnts. Zu Anfang schlossen sie noch ein Bündnis mit den kämpferischen Lesben. Doch bald schon sagten sich die Frauen von den Schwulen los. In dieser Zeit kommt es zum legendären Tuntenstreit, in dem es letztlich um die Frage ging, wie Schwule sein sollten: echte Kerle oder provokant tuntig? Der Maler und Aktionskünstler Salomé erinnert sich Wir haben eine Tuntenfraktion gebildet. Man hat sich in der HAW getroffen, hat gesagt: Am Sonntag machen wir wieder eine Aktion in der U-Bahn. Rüscht euch auf, damit wir sichtbar werden! Doch derartiger Aktionismus war nicht ungefährlich: Ich kann mich an einige Situationen erinnern, in denen wir wirklich aus der U-Bahn rausspringen mussten, um nicht eine aufs Maul zu bekommen.

Aktivisten der HAW setzten Akzente, die bis heute nachwirken, wie etwa Gerhard Hoffmann, der mit Gleichgesinnten nicht nur die Zeitschrift Die Schwuchtel gründete, sondern mit seinem Freund Reinhard von der Marwitz auch 1977 in der Schöneberger Hauptstraße das Café Anderes Ufer eröffnete: Wir waren das erste Homosexuellen-Lokal, das die Jalousien hochgezogen hat, erinnert sich Hoffmann, wo man von draußen reingucken konnte, was drinnen passiert: modern, offen für alle, mit Kunst, Veranstaltungen, Avantgarde. David Bowie, der nur zwei Häuser weiter wohnte, war Stammgast. Im 1975 gegründeten Verlag rosa Winkel erschienen Sachbücher und Belletristik. Egmont Fassbinder leitete den Verlag ab 1978 über 20 Jahre lang. Mit drei Freunden eröffnete Peter Hedenström den bis heute bestehenden Buchladen Prinz Eisenherz. Mitte der 80er Jahre entstand auch das Schwule Museum*, für das sich Mitgründer Wolfgang Theis noch immer engagiert. Aus der HAW ging zudem das Schwulenzentrum SchwuZ hervor, das bis heute ein beliebter Szenetreffpunkt und Veranstaltungsort ist.

Die schwule Subkultur, der Rosa von Praunheim in seinem Film 1971 einen Spiegel vorgehalten hatte, existierte in den 70er Jahren weiter. Wichtigstes Ereignis der bürgerlichen Schwulenwelt war der alljährliche Berliner Tuntenball. 1974 eröffnete die damals 26jährige transsexuelle Travestie-Künstlerin Romy Haag in der Fuggerstraße das legendäre Chez Romy Haag. Im alten Westen gab es keine Hierarchien, keine Klassengesellschaft. Alle mussten miteinander klarkommen, beschreibt sie die Atmosphäre jener Jahre, die auch für ihr Lokal typisch war. Mitte der 70er entstand aus der Lederszene heraus die Knolle, das erste Lokal in Berlin mit einem Darkroom. Die schwule Szene fächerte sich auf.

Neue Lebensentwürfe: die 80er Jahre

Ende der 70er Jahre kam Wolfgang Müller, Gründer der Punkband Die Tödliche Doris, nach Berlin und nimmt am ersten CSD 1979 teil: Westberlin sah total trashig und schrottig aus. Und dann rannten da jede Menge Alt-Nazis rum und Leute, die weder in die West- noch in die Ost- noch in sonst irgendeine Gesellschaft reinpassten. Kreuzberg wurde – unter anderem mit dem SO36 und der Oranienbar – zum Inbegriff alternativer Lebensentwürfe und zur Wahlheimat schwuler Punks, Hausbesetzer und Avantgardekünstler. Zur gleichen Zeit avancierte in Schöneberg der Club Metropol zur wichtigsten West-Berliner Party-Location – mit weitreichenden Folgen, wie sich DJ Westbam erinnert: Musik als Energiewelle: das ist das, was der wirkliche Beitrag des schwulen Nachtlebens für die Techno-Revolution war.

In einer der Plattenbausiedlungen im Norden Charlottenburgs drehten derweil Ades Zabel und Bob Schneider, damals noch Teenager, mit ihren Freund_innen einen Film, der heute als Klassiker des Trashkinos gilt: Edith Schröder. Eine deutsche Hausfrau. Bob Schneider beschreibt die Hauptfiguren des Films, Edith und Jutta, als absoluten Gegenentwurf zu Kreuzberg, zu Hausbesetzungen, zu Demos und linker Szene. Sie waren eine Art Symbol für die Spießbürgerlichkeit und Enge des anderen West-Berlins.

Der wichtigste schwule Berlinfilm aus diesen Jahren ist Taxi zum Klo (1980). Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Frank Ripploh (1949–2002) war im bürgerlichen Leben Lehrer für Deutsch und Englisch. Es war ein sehr befreiender Film, weil er zum ersten Mal das Leiden des Schwulseins wegließ und stattdessen die anarchische Freude in den Mittelpunkt stellte, bis hin zu einem selbstzerstörerischen Verhalten, so Wieland Speck, Filmemacher und seit 25 Jahren Leiter der Panorama-Sektion der Berliner Filmfestspiele.

Zerrüttung und Suche nach Sichtbarkeit: AIDS und seine Folgen

Ripplohs Film spiegelte eine neue sexuelle Freiheit zwischen Klappensex, Drogen und selbstbewusst gelebtem Alltag – eine Freiheit, die mit dem Aufkommen von HIV/AIDS ab Mitte der 80er Jahre infrage gestellt wurde. Diese ganze Sache mit AIDS war für uns wie ein Hintergrundrauschen. Ich drückte das weg, wie viele das weggedrückt haben, erklärt der Autor und Journalist Dirk Ludigs. Dann kamen die ersten Tests auf: Und jeder Dritte war HIV-positiv. Die Deutsche AIDS-Hilfe (1983) und die Berliner AIDS-Hilfe (1985) gründeten sich. Prominente Persönlichkeiten setzten sich für die Opfer der Krankheit und für mehr Aufklärung ein – auch um ein deutliches Zeichen gegen die Forderungen aus den Reihen der CSU nach Zwangstests und Internierung HIV-infizierter Menschen zu setzen.

Ende der 80er Jahre konfrontierten deutsche Aktivisten nach dem Vorbild des 1987 in den USA gegründeten Bündnisses ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) die Öffentlichkeit mit medienwirksamen politischen Aktionen. Eine der spektakulärsten fand während der Schlussandacht der katholischen Bischofskonferenz 1991 statt, als Berliner ACT-UP-Mitglieder gegen das Kondomverbot und die Haltung der katholischen Kirche zu Homosexualität und AIDS protestierten.

Für das Ziel, die Gesellschaft wachzurütteln, engagierten sich auch viele andere Künstler der Zeit, unter ihnen der Fotograf Jürgen Baldiga (1959–1993), der sich fotografisch mit seiner eigenen Erkrankung auseinandersetzte.

Die AIDS-Krise war und ist eine Tragödie mit ungeheurer Tragweite, die aber auch zu einer größeren gesamtgesellschaft­lichen Sichtbarkeit von Homosexualität führte: Zu meiner Überraschung war AIDS ein Transmissions­riemen, Homosexualität als Thema in die Gesellschaft zu tragen. Viele Eltern hatten plötzlich ihre Kinder verloren. Jeder kannte irgendwo jemand, der an Aids gestorben ist. Prominente Menschen wurden geoutet durch diese Krankheit, erklärt Gerhard Hoffmann, der seinen Freund durch AIDS verlor.

Um Öffentlichkeit ging es auch dem offen schwulen Filmenthusiasten Manfred Salzgeber (1943–1994). 1985 gründete er den Filmverleih Edition Manfred Salzgeber, um Filmen über AIDS eine Plattform zu geben, installierte im Jahr darauf die Panorama-Sektion innerhalb der Berlinale und schuf zusammen mit Wieland Speck 1987 den schwul-lesbischen Filmpreis Teddy Award.

Mitten in die AIDS-Krise fiel die Wiedervereinigung – und damit das Ende des soziokulturellen Biotops West-Berlin. Die Berliner Lesben- und Schwulenbewegung stand vor neuen Fragen und Auseinander­setzungen. Aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Film.

Bis heute wurde noch kein Opfer von Verurteilung unter § 175 in der Bundesrepublik rehabilitiert oder entschädigt.


* Ins Strafgesetzbuch der DDR wurde der Paragraph 175 in der ursprünglichen Fassung aus der Weimarer Zeit aufgenommen, 1957 entschärft und 1968 durch den Paragraphen 151 ersetzt, der 1988 ersatzlos gestrichen wurde.

** Zustellungen sind Verhaftungen nach Razzien: Verdächtige Personen wurden ins Polizeipräsidium (in Berlin lag das zuständige Polizeirevier bis Mitte der 60er Jahre in der Gothaer Straße in Berlin-Schöneberg) und dort erfasst. Handelte es sich um Minderjährige, wurden die Eltern verständigt, die ihre Söhne dort abholen mussten.

The Protagonists

Klaus Schumann, born 1937 in Berlin Schöneberg. After being a tailor's apprentice, he moved to Switzerland between 1957 and 1961. Jobs with distinguished fashion designers from West Berlin followed. He received his master craftsman certificate in 1975 and opened his own studio. Schumann outed himself publicly alongside more than 600 other gay men from West Berlin through a 1978 cover story by German news magazine Stern, titled We are gay. The publication caused a breach with his family. Schumann lost his long-time boyfriend to AIDS. At over 80, he still works in his studio in Berlin Wilmersdorf as a couturier for ladies fashion.

Udo Walz and René Koch René Koch, born 1945 in Heidelberg. René came to Berlin at age 18 and worked as a dishwasher, bartender, transvestite performer, and co-owner of a food store. He began his formation as a make-up artist in 1969 and became the chief make-up artist for Charles of the Ritz in New York in 1971. He returned to Berlin in 1990 and made a name for himself as one of the city's most sought after make-up artists. Koch became actively engaged in AIDS support organizations and launched the working group Camouflage in 1996 to support people with skin anomalies. He also established a lipstick museum in his home in Berlin Wilmersdorf and published an autobiography titled Abgeschminkt in 2016. René continues to maintain a decades-long friendship with star hairdresser Udo Walz.

Wolfgang Winkler, born 1936 in Berlin Mahlsdorf (former East Berlin). He had a affair with a West Berliner in the late 50's, but the construction of the Berlin Wall put an abrupt end to the relationship. Winkler studied economics and became a scientific librarian. He led the Theater Arts library, which he helped create, in the artist club Möwe between 1966 and 1991.

Wolfgang Theis Wolfgang Theis, born 1948 in Gärtringen, in Southern Germany. He trained as a cook, then completed his military service with the German Navy. He lives in Berlin since the late '60s – much of that time in a shared flat – and is a co-founder of the HAW (Homosexual Action Group). Wolfgang then launched his career as a film critic, and in 1984, he helped create the exhibition Eldorado – History, daily life and culture of homosexual women and men in Berlin 1850–1950 in the Berlin Museum. A year later, he co-founded the association Friends of the Gay Museum in Berlin and was awarded a Federal Cross of Merit in 2011 for his work for the Gay Museum. He still curates dozens of exhibitions at the museum.

Rosa von Praunheim, born 1942 in Riga, Latvia. He grew up in Teltow-Seehof and later on, in the district of Praunheim in Frankfurt am Main. Rosa moved to Berlin in 1962. The name Rosa is a reference to the pink triangle that identified gay prisoners in Nazi concentration camps. His film It is not the homosexual who is perverse, but the society in which he lives is considered a beacon of the gay rights movement of the 70's. His AIDS films from the late 80's and early 90's were a catalyst for the German AIDS movement.

Wilfried Laule, Detlef Mücke, Wolfgang Theis Detlef Mücke, born 1944. He grew up in Hannover, studied in Göttingen, and has been living and working as a teacher in Berlin since 1971. Detlev is a co-founder of the teacher's group in the HAW. As an activist, he worked to end occupational bans for gay teachers and homosexual discrimination in the school syllabus. He came-out publicly in front of his students in 1978 and was one of the initiators of the working group of homosexual teachers and educators in the Education and Science union.

Wilfried Laule, born 1945 in Eigeltingen near Konstanz am Bodensee. He studied fine arts in Stuttgart and then Berlin, where he lives since 1970. As a founding member of the HAW, he filmed many of the group's actions and campaigns with his Super-8 camera. Wilfried taught art in several schools in Berlin and still works as a painter and photographer. His work has been published in magazines and books, and has been shown in a number of exhibitions, including two solo shows in Berlin's Gay Museum.

Egmont Fassbinder Egmont Fassbinder, born 1945 in Kippenheim. He lives in Berlin since 1965, where he moved at the end of high school in order to avoid doing his military service. Egmont studied social sciences in Heidelberg and at Freie Universität in Berlin. He was a member of the student parliament in the German Socialist Student Alliance (SDS) and is a co-founder and active member of the HAW. Since 1978, he heads the publishing company Verlag rosa Winkel, which publishes fiction and non-fiction books on gay related topics.

Gerhard Hoffmann, born 1946. He studied political science in Munich and moved to Berlin in 1973 with his boyfriend Reinhard von der Marwitz. Both of them continued their studies at the Freie Universität. They were active in the HAW and co-founded the magazine Schwuchtel (1975), then the café Anderes Ufer (1977), and finally the publishing house Albino Verlag (1981). In 2016, he received the Federal Cross of Merit for his many years of activism in the gay rights movement.

Romy Haag Peter Hedenström, born 1948 in Lübeck. After high school, he studied German literature in Göttingen, and beginning in 1969, in Berlin. He was one of the founding members of HAW, as well as co-founder of the publishing house Verlag rosa Winkel (1975) and of the gay bookstore Prinz Eisenherz (1978), where he worked until 2003. In the mid 80's, the Prinz Eisenherz bookstore was one of Berlin's most important centers on AIDS information.

Wieland Speck, born 1951 in Freiburg im Breisgau. He lives in Berlin since 1972, where he studied German literature, Drama, and cultural anthropology at the Freie Universität. He has been living in a men's commune ever since and only moved out in 2016. He first began making films in the 70's and directed Westler, a gay East-West love story, for the television channel ZDF in 1985. Alongside Manfred Salzgeber, he founded the lesbian-gay Teddy film prize in 1987, which is awarded every year at the Berlin film festival. Since 1992, he is the head programmer of the Panorama section of the Berlin Film festival.

Romy Haag Romy Haag, born in the Netherlands. After stints in Paris and New York, she moved to Berlin and opened the nightclub Chez Romy Haag in 1974, where she performed as a drag artist. The club was extremely popular up until 1983, when it closed its doors. Romy also acted in films, had her own TV show, and released several albums as a singer. To this day, she is considered one of the most versatile queer artists in Germany. She has been a member of the board of trustees of the Berlin AIDS support organization since the late 80's.

Salomé, born 1954 in Karlsruhe. He came to Berlin in 1973 and was part of the drag faction of the HAW while he studied at the Universität der Künste. As an artist, he was considered part of the Neue Wilde movement of young painters from Germany and Austria. His big international break arrived in 1982, when his work was shown at the documenta 7 in Kassel. From 1983, he lived and worked as a painter and performance artist in New York, and returned to Berlin Kreuzberg in 1998.

Wolfgang Müller, born 1957 in Wolfsburg. He had his coming-out in his home town and created the city's first gay group. In 1979 he participated in West Berlin's first Gay Pride march. Between 1980 and 1985, Wolfgang studied at Berlin's Hochschule der Künste and created an experimental band Die tödliche Doris with Nikolaus Utermöhlen. His book, Geniale Dilletanten, was published by Merve-Verlag in 1982. It became a manifesto of the young music and cultural scene of Berlin at the time. Since 1990, Wolfgang lives between Reykjavík and Berlin.

Ades Zabel, born 1963 in Berlin Haselhorst. He grew up in Charlottenburg's Paul-Hertz neighborhood in West Berlin. Ades completed an apprenticeship in the men's wear department of the famous KaDeWe department store. A big fan of Super-8 movies, he shot his first film with friends in the early 80's, titled Edith Schröder. A German housewife, which became a cult hit. He made his living as a projectionist at the Moviemento cinema in Kreuzberg. Between 1987 and 1992, he created and acted (as Edith) alongside Bob Schneider (who played Jutta) in the film trilogy Drei Drachen vom Grill, a parody of the TV trilogy Drei Damen vom Grill. Ades Zabel and Bob Schneider still perform together in the same roles.

Bob Schneider, grew up in the same building as Ades Zabel. They first met on a bus on the way home from the nightclub Dschungel on Adenauerplatz and have been working together ever since. Like Ades, Bob also worked as projectionist at the Moviemento cinema. In the 90's, he studied editing at the film school in Potsdam Babelsberg. In the role of Jutta, he performs as a tourist tour guide of Berlin on a comedy bus and comedy boat. He is also the creator of a variety of theatrical performances.

DJ Westbam DJ Westbam, born 1965 in Münster, was a major fan of punk music as a teenager. He moved to Berlin in 1983 and began his career as a DJ in the Metropol nightclub. In 1984 he published the text What is record art, in which he describes the DJ as a musician who composes entirely new pieces from existing albums. As a producer, Westbam is considered one of the pioneers of techno music. His name is short for Westfalia Bambaataa, a reference to the famous New York hip hop DJ Afrika Bambaataa.

Dirk Ludigs, born 1965, grew up in the Saarland region and founded a lesbian-gay youth group in his home town in 1983. After graduating from high school, he came to Berlin and developed his own performance program in the SchwuZ nightclub in 1985. In 1987 he began working as a freelance journalist for the alternative radio station 100. He currently lives in the US.

Patsy l'Amour laLove, refers to herself as a professional drag queen. She studied at Humboldt Universität in Berlin and wrote her dissertation about the gay movement of the 70's. She calls the leading gay activists of the time her mothers and sisters. Patsy organizes scientific and cultural events like the Polymorphia party in SchwuZ club and is active on the advisory board of Berlin's Gay Museum. In 2016, her book Self-hate & emancipation was published by Querverlag.

The Director

Jochen Hick
Photo: © Hick / Galeria Alaska Prod.

Jochen Hick, born 1960 in Darmstadt. He grew up in the Taunus region, in Munich, and in Stuttgart. From 1981–87, Jochen studied film in Bologna, Italy, and at Hamburg's Hochschule für Bildende Künste, with professors like Helke Sander. Since graduation, he has worked as a film director, author, journalist and producer for film and television, with a special focus on socio-cultural and LGBT topics. In 1994 he created his own production company, Galeria Alaska Productions, with which he has produced a multitude of reports and documentaries for television stations ARD, ZDF/ARTE, 3sat, and Spiegel TV. Between 2007 and 2010, Jochen was the deputy program director and editor-in chief at TIMM, the first TV channel for gay men in the German-speaking world. Hick's films were presented at more than 300 international film festivals and received a number of awards, including the advancement award by German Film Critics (1987) and the Teddy award for best documentary (2003).

Filmography

1984Mond über Pittsburg (short)
1987Gerd Hansen, 55 (short)
1990Via Appia (feature film)
1991Teufel im Paradies (documentary)
1992Willkommen im Dom (short documentary)
1995Menmaniacs – The Legacy of Leather (documentary)
1998Sex/Life in L.A. (documentary)
2000No One Sleeps (feature film)
2003Ich kenn keinen – Allein unter Heteros (documentary)
2005Cycles of Porn – Sex/Life in L.A. 2 (documentary)
Am Ende des Regenbogens (tv documentary)
2006Hallelujah! (short)
2007Deutschland – Ein Herbstmärchen (short)
2008East/West – Sex & Politics (documentary)
2009The Good American (documentary)
2013Out in Ost-Berlin – Lesben und Schwule in der DDR (documentary)
2016Der Ost-Komplex (documentary)
2017Mein wunderbares West-Berlin (documentary)

Credits

WITH

Egmont Fassbinder
Romy Haag
Peter Hedenström
Gerhard Hoffmann
René Koch
Patsy L‘Amour laLove
Wilfried Laule
Dirk Ludigs
Detlef Mücke
Wolfgang Müller
Aron Neubert
Rosa von Praunheim
Salomé
Bob Schneider
Klaus Schumann
Wieland Speck
Wolfgang Theis
Udo Walz
Judy Winter
Ades Zabel

AND

Bob, Biggy van Blond, Mabel Aschenneller, Gaby Böldt, Hans-Dieter Eickmeyer, Manuela Kay, Thomas Katt, Dilek Kolat, Mahide Lein, Melina M, Angela Parker, Patachou, Renata Ravell, Marianne Rosenberg, Marco Schacht, Walter Schörling, Christiane Steiner

HISTORIC ADVISOR

Karl-Heinz Steinle

EDITOR & COLOR GRADING

Thomas Keller

PHOTGRAPHY

Alexander Gheorghiu & Jochen Hick

PRODUCTION ASSISTANTS

Andreas Strohfeldt, Gilles Lasnet,
Bernard Homann, Daniel Sander

DIRECTORS ASSISTANTS

Andreas Strohfeldt,
Jörg Polzer, Mischa Pfisterer

ARCHIVAL RESEARCH

Andreas Strohfeldt, Karl-Heinz Steinle,
Linda Förster, Friedrich Rother

ARCHIVAL ADVISOR rbb

Peter Kolano

SOUND RECORDING & SOUND DESIGN

Jörg Theil & André Zacher

RE-RECORDING MIXER

Michael Kaczmarek – K13

PRODUCTION ADVISOR

Christoph Weber

PRODUCTION MANAGERS

Hermann Hick & Ursula Scheid

PRODUCTION MANAGER rbb

Rainer Baumert

COMMISSIONING EDITOR

Rolf Bergmann

WRITER, DIRECTOR & PRODUCER

Jochen Hick

MUSIC

Westbam ...And Party, Beatbox Rocker, Monkey say, Monkey do
Claude Debussy, Edvard Grieg, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner
David Harrow, Kevin McLeod

THANKS

CO-WORKERS

Schwules Museum* Berlin

Wolfgang Cortjaens & Kristine Schmidt

SchwuZ

EXTRA CHOIR & CO-WORKERS

Deutsche Oper Berlin

Stefan Bock & Kirsten Heymeyer, Dorothea Katzer

ARCHIVES

Schwules Museum*, Fernseharchiv des RBB, BStU, Spinnboden-Archiv,
Landesarchiv Berlin, Polizeiarchiv Berlin, Archive der Berliner Bezirke
BStU: Oliver Strübing, Dagmar Hovestädt, Friedrich Rother
& Rüdiger Droysen von Hamilton

PRIVATE ARCHIVES

Horst Blohm, Eberhard Brucks, Egmont Fassbinder, Peter Hedenström,
Gerhard Hoffmann, Detlef Mücke, Wolfgang Müller, Bob Schneider,
Wieland Speck, Wolfgang Theis, Wolfgang Winkler, Horst Wachholz, Ades Zabel

ARCHIVAL DONORS

Johannes Aevermann, Jürgen Baldiga, Berliner Aids-Hilfe, BStU, Deutsche AIDS-Hilfe,
Martin Eberle, Rolf H. Fischer, Gerhard Faulhaber, Tina Hegewisch, Elfi Mikesch,
Jearld Moldenhauer, Cristina Perincioli, Werner Müller, Aron Neubert,
Polizeihistorische Sammlung Berlin, Rosa von Praunheim Filmproduktion, Barbara Schier,
Prinz Eisenherz Buchladen, Schwules Museum*, SchwuZ Archiv,
Wieland Speck Filmproduktion, Karl-Heinz Steinle, Gregor Stix, Detlef Stoffel,
Ingo Taubhorn, Teufelsberger Produktion, Rüdiger Trautsch, Inge Werth,
Regina Ziegler Filmproduktion

SUPPORTERS

Heiner Beisswenger, Carl Bergengruen, Dagmar Boek-Siebenhaar, Michael Brynntrup, Martin Dannecker, Jens Dobler, Klaus Dufke, Hans-Dieter Eickmeyer, Claudia Fierke, Bernd Gaiser, Harald Glööckler, Bruno Gmünder, Ogar Grafe, Carsten Grunwald, Tony B. Heric, Eva Hubert, Hans Hütt, Elmar Kraushaar, Jürgen Laarmann, Lothar Lambert, Carsten Mach-Bleyl, Dorothee Martin, Katrin Mersmann, Kirsten Niehuus, Michael Ostwald, Peter Rehberg, Reiner Rosner, Daniel Saltzwedel, Ric Schachtebek, Brigitte Schlögel, Axel Schock, Dieter Rita Scholl, Heidi Springfeld, Michael Stock, BeV StroganoV, Carsten Thamm-Walz, Stefan M. Weber, Lars Vestergaard von Laustsen, Gloria Viagra, Karin Wallenczus, Bob Young, Monika Zabel, Kai Zander, Zazie de Paris, Oliver Zeller

AND THANKS TO

Berliner Aids-Hilfe, Berliner Verkehrsgesellschaft, Gay Wiesn, Café Grosz, Café Impala,
CSD Berlin e.V. / Pride Berlin, Deutsche Bahn AG / PR & Int. Kommunikation
Dyke March Berlin, Folsom Europe, Friseur Araz Cut, Hotel de Rome, HustlaBall Berlin
Kleine Philharmonie, Lesbisch-Schwules Stadtfest, Lippenstiftmuseum
Möbel Olfe, More Restaurant, Paris Bar, Polymorphia Show, Prinzknecht Bar, Scheune Bar, SchwuZ
Südblock, Wohnzimmer Bar, Wintergarten Varieté, Vagabund
Schwules Museum*, Berlin

PRODUCED BY

GALERIA ALASKA PRODUCTIONS

CO-PRODUCED BY

RUNDFUNK BERLIN-BRANDENBURG

SUPPORTED BY

MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG,

MFG FILMFÖRDERUNG BADEN-WÜRTTEMBERG

FILMFÖRDERUNG HAMBURG SCHLESWIG-HOLSTEIN

DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS

© 2017

GALERIA ALASKA PRODUCTIONS / Jochen Hick

Contact & World distribution

Galeria Alaska Productions
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